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Meeting 1994 – Bericht

Rückblick aus dem Jahr 1994 auf unser zweites Fanclubtreffen – aus der Sicht der Redaktion und die Meinung eines Besuchers.

Nach wochenlangen Vorbereitungen, verbunden mit einem enormen Aufwand, fand am 2. Oktober unser zweiter Fanclubtag in Nürnberg statt. Aufgrund der Erfahrungen vom Vorjahr konnten wir diesmal noch besser den Ablauf des Tages planen und ein paar neue Ideen umsetzen. Dementsprechend größer waren allerdings auch die Probleme, die wir vor dem Meeting bewältigen mußten. Nach manchem Streß und vielen Stunden Arbeit lief Großer Andrang herrschte wieder an den Ständen des Sammlermarktes der Tag dann tatsächlich recht gut ab. Die einzige große Panne war sicherlich der Ausfall des Videoprojektors. Die Notlösung, einen Teil des versprochenen Videomaterials auf einem Fernsehgerät zu zeigen, war sicher nur ein sehr unbefriedigender Ersatz, aber derartige technische Probleme lassen sich eben leider nicht vorhersehen. Auch für die fast unzumutbare Tonqualität des gezeigten Promovideos „The Making Of Word Of Mouth“ konnten wir nichts.

Die total übersteuerte Mono-Überspielung eines Fans aus England klang auf einem „normalen“ Videorecorder sehr gut, war jedoch, abgespielt auf einem HiFi-Gerät, eine Katastrophe. Aber zum Glück hatten wir auch noch andere Programmpunkte parat, und vor den Ausstellungsvitrinen, prallvoll mit Raritäten rund um Genesis sowie am Sammlermarkt, konnten interessierte Fans auch einige Zeit verbringen. Obwohl das Meeting ’94 schon wesentlich geordneter ablief als noch im Vorjahr, haben wir uns für 1995 noch mehr vorgenommen. Neben einem geographisch zentraleren Austragungsort und einigen neuen Programmpunkten (Quiz, Tombola,…), soll in Zukunft mehr Gewicht auf dem eigentlichen Treffen liegen, so daß gegebenenfalls auch Uwe Brehmer, Michael Schneider ohne anschließendes Konzert genug Anreize geboten werden.
Autor: Helmut Janisch

Meinen Glückwunsch an die Redaktion! Der diesjährige Clubtag ist Euch voll gelungen. Zwar war es ein weiter Weg bis Nürnberg, doch wer dann anwesend war, der wurde für die Unannehmlichkeiten der langen Reise reichlich entschädigt. Von der Unterbringung im Hotel (super das Preis-Leistungs-Verhältnis) über die Räumlichkeit des Treffens bis hin zum Konzertsaal (im gleichen Gebäude) hat einfach alles gestimmt. Bei solch guten äußeren Rah- menbedingungen war es nicht verwunderlich, daß Euch auch die Aus- gestaltung des Meetings gut gelungen ist. Ein toll aufgemachtes Pro- grammheft (sehr gut gelungen die Anlehnung an Six Of The Best) gehörte ebenso dazu wie das „kleine Souvenir“ in Form eines Tour- passes mit dem Logo des Meetings.

Mit der Ausstellung seltener und ausgesprochen schöner Sammlerstücke sowie alten Tourplakaten kam das Auge voll auf seine Kosten. Vielleicht gibt es dort beim nächsten Mal noch mehr zu sehen? Den Flohmarkt, der etwas später öffnete, fand ich etwas zu klein, da sich wieder alles vor den Tischen tummelte und man kaum herankam. Das lag aber auch an den tollen Angeboten dort. Ich selbst hab‘ ja auch noch ein paar Stücke abbekommen. Schade war, daß der Videoprojektor seinen Geist aufgegeben hatte. Doch beim Betrachten des Videos am eigens organisierten Fernsehgerät (dem Spender sei Dank) kam fast schon häusliche Stimmung auf. Improvisa- tion gehört an so einem Tag eben auch dazu. Das anschließende Konzert hat mir persönlich dann nicht ganz so gut gefallen (ich hab’s in Aschaffenburg schon besser gehört).

Besonders enttäuschte aber die schwache Resonanz beim Nürnberger Publikum, das sich doch sehr rar gemacht hatte. Wer war denn für die Werbung verantwortlich? Meiner Freude über diesen gelungenen Tag tat dies aber keinen Abbruch, weil im Vergleich zum Meeting 93 in Aschaffenburg vieles besser war und dies natürlich auf das Meeting 95 hoffen läßt. Wünschenswert wäre ein Ort, der deutlich nördlich des „Weißwurst- Äquators“ liegen sollte; egal ob mit oder ohne Seconds Out.

Autor: U.H.
zuerst veröffentlicht in it-Magazin 13, Dezember 1994

Fun Fact: Beim Clubtag 1994 gab es für alle Besucher zum ersten Mal ein Programmheft mit Infos zum Ablauf und den Beteiligten sowie einen kleinen laminierten Pass als „Ticket“ und Andenken. Das setzten wir bei den kommenden Meetings fort. Das Programmheft lehnte sich dabei immer an etwas aus der Genesis-Welt an, das wir für den jeweiligen Clubtag modifizierten. 1994 musste das Motiv des 1982er Reunion-Konzertes dafür herhalten …